Festnahme in Würzburg wegen »Residenzpflicht«

6. September 2012 | Kategorien: Aktionen, Videos | drucken

Am Samstag, 8. September, beginnt der Protestmarsch der Flüchtlinge von Würzburg nach Berlin mit einer Kundgebung auf dem Marktplatz. Die Behörden üben sich derweil in Einschüchterung und nehmen einen Aktivisten aus dem Iran fest, der die »Residenzpflicht« offen bricht.

Der iranische Flüchtling Arash Dust Hossein ist in Düsseldorf gemeldet, doch schon seit dem 19. März beteiligte er sich an den Protesten in Würzburg, auch an den Hungerstreiks. Am 5. September wurde er in Würzburg auf offener Straße von der Polizei festgenommen. Er erhielt eine Anzeige wegen »Verstoßes gegen die Residenzpflicht«. Die Beamten brachten ihn nach Düsseldorf, wo sie ihn frei ließen. Für Würzburg erhielt er einen »Platzverweis«.

Die Marschierer/innen haben angekündigt, sich durch die Repression nicht abschrecken zu lassen. Mit zivilem Ungehorsam werden sie bewusst Gesetze brechen, die nach ihrer Ansicht gegen die Menschenrechte verstoßen.

Sie sind dringend auf Spenden für Verpflegung, Logistik und Öffentlichkeitsarbeit während des Marsches angewiesen. Spendenkonto: Förderverein Karawane e.V. | GLS Gemeinschaftsbank eG | Stichwort: Protestmarsch Berlin | Kontonummer: 4030780800 | Bankleitzahl: 43060967

Auf »regensburg digital« hat Arash ein beeindruckendes Interview gegeben.