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	<title>residenzpflicht.info &#187; Presse</title>
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	<description>Bewegungsfreiheit ist Menschenrecht</description>
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		<title>Freispruch für Berlin-Besuche</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 21:35:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Mark Online, 06.09.2010: Freispruch für Asylbewerber aus Sierra Leone wegen Verstoßes gegen Residenzpflicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><img src="http://www.residenzpflicht.info/wp-content/uploads/2010/06/border_wall.jpg" align="right" alt="" /></p>

	<p><em>Von Roland Becker, Die Mark Online, 06.09.2010</em></p>

	<p>Hennigsdorf – Ein ehemaliger Asylbewerber aus Sierra Leone ist von dem Vorwurf freigesprochen worden, gegen die Residenzpflicht verstoßen zu haben.</p>

	<p>Sechs Mal hatten Polizisten 2007 und 2008 in Berlin den Asylbewerber Mohamed J. aufgegriffen. Jedesmal bekam der aus Sierra Leone stammende und in Hennigsdorf im Asyl lebende Mann eine Anzeige: Er soll gegen die Aufenthaltsbeschränkung verstoßen haben.</p>

	<p><a href="http://www.die-mark-online.de/nachrichten/landkreis-oberhavel/hennigsdorf/freispruch-berlin-besuche-907738.html">weiterlesen</a></p>

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		<title>Amt verhinderte Familienleben</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 15:03:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fälle]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[HNA, 03.09.2010: Ausländerbehörde Northeim/Niedersachsen verbot irakischem Flüchtling, seine Ehefrau in Sachsen-Anhalt zu besuchen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><img src="http://www.residenzpflicht.info/wp-content/uploads/2010/07/keinefreiheitaufantrag.jpg" align="right" alt="" /></p>

	<h3>Northeimer Ausländerbehörde verbot Mann, seine Ehefrau zu besuchen</h3>

	<p><em>Hessische/Niedersächsische Allgemeine Zeitung, 03.09.2010</em></p>

	<p>Northeim. Ghassan El-Zuhairy ist erleichtert. Denn zumindest mündlich hat ihm die Ausländerbehörde des Landkreises Northeim die Erlaubnis erteilt, seine Ehefrau Ashwaka bald wieder besuchen zu dürfen. Er lebt in Northeim, sie in Dessau in Sachsen-Anhalt.</p>

	<p><a href="http://www.hna.de/nachrichten/landkreis-northeim/northeim/verhinderte-familienleben-904918.html">weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kippt die Residenzpflicht?</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 20:39:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[telepolis, 2.8.2010: Überblick über die verschiedenen parlamentarischen Initiativen in den Bundesländern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><img src="http://www.residenzpflicht.info/wp-content/uploads/2010/06/Residenzpflicht_abschaffen.jpg" align="right" alt="" /></p>

	<h3>Flüchtlinge in Deutschland können hoffen</h3>

	<p>Manches braucht in Deutschland einfach länger. Besonders lange dauert es, wenn repressive Gesetze wieder abgeschafft werden sollen. Beispiel: die Residenzpflicht. Ein Sondergesetz, eingeführt, als eine der Abschreckungsmaßnahmen gegen Asylbewerber, ein Gesetz, das sich ausschließlich gegen Flüchtlinge richtet und einmalig ist in Europa. Einer Antwort der Bundesregierung auf Fragen der Linken zufolge, sind bundesweit 126.156 Personen von diesem Gesetz betroffen (Stand Mai 2010).</p>

	<p><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33046/1.html">weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Reisefreiheit für Flüchtlinge</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 21:21:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.residenzpflicht.info/?p=1631</guid>
		<description><![CDATA[taz, 28.07.2010: am 29.07.2010 treten in Berlin und Brandenburg zwei Erlasse in Kraft, wonach Asylsuchenden und geduldeten Flüchtlingen Dauerverlassenserlaubnisse ins jeweils andere Bundesland erteilt werden können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><img src="http://www.residenzpflicht.info/wp-content/uploads/2010/07/berlinbrandenburg.png" align="right" alt="" /></p>

	<p><em>von Marina Mai, taz, 28.07.2010</em></p>

	<p>Nach monatelangen Versprechungen ist die Residenzpflicht für Flüchtlinge in Berlin und Brandenburg gefallen. Flüchtlingsrat befürchtet, dass nicht alle von der neuen Regelung profitieren.</p>

	<p>Die Reisefreiheit gilt endlich auch für Asylbewerber und geduldete Flüchtlinge &#8211; zumindest für jene, die derzeit in Berlin oder Brandenburg leben. Ab dem heutigen Donnerstag können rund 8.000 Betroffene eine Dauererlaubnis beantragen, um sich auch im jeweiligen Nachbarland frei zu bewegen. Das sehen am Mittwoch verkündete, abgestimmte Erlasse von Berlins Innensenator Ehrhart Körting (<span class="caps">SPD</span>) und Brandenburgs Innenminister Rainer Speer (<span class="caps">SPD</span>) vor.</p>

	<p><a href="http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/fluechtlinge-duerfen-brandenburg-besuchen/">weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Viele kleine Schritte: Nun auch NRW gegen die Residenzpflicht</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 23:05:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.residenzpflicht.info/?p=1605</guid>
		<description><![CDATA[freitag, 16.07.2010: Beschluss des Landtags NRW zur Aufhebung der Residenzpflicht]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><img src="http://www.residenzpflicht.info/wp-content/uploads/2010/06/Residenzpflicht_abschaffen.jpg" align="right" alt="" /></p>

	<p><em>von Tom Strohschneider, freitag, 16.07.2010</em></p>

	<p>Der Landtag verabschiedete einen von der Linken vorgelegten Antrag, mit der in Nordrhein-Westfalen die umstrittene Residenzpflicht von Asylbewerbern und Geduldeten de facto aufgehoben wird. „Asylbewerber und Geduldete sollen sich erlaubnisfrei im gesamten Gebiet des Bundeslands Nordrhein-Westfalen aufhalten dürfen“, heißt es in der Vorlage, der <span class="caps">SPD</span> und Grüne geschlossen zustimmten, nach dem ein Passus aus der Antragsbegründung auf Wunsch von Rot-Grün gestrichen worden war. „Die Landesregierung wird daher insbesondere dazu aufgefordert, alle Möglichkeiten für eine Lockerung der räumlichen Beschränkungen, denen Asylbewerber und geduldete Ausländer im Land <span class="caps">NRW</span> aufgrund des Asylverfahrensgesetzes und des Aufenthaltsgesetzes unterliegen, auszuschöpfen.“ Die Erteilung der so genannten Verlassenserlaubnisse („Urlaubsscheine“) soll künftig „weitgehend im Sinne der Antragsteller gehandhabt“ werden.</p>

	<p><a href="http://www.freitag.de/community/blogs/tom-strohschneider/viele-kleine-schritte-nun-auch-nrw-gegen-die-residenzpflicht">weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Weg frei vom Asylheim zum Sport</title>
		<link>http://www.residenzpflicht.info/news/weg-frei-vom-asylheim-zum-sport/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 23:53:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[ND, 09.07.2010: Rechtsverordnung Brandenburg, wonach Asylsuchende sich im gesamten Bundesland frei bewegen dürfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><img src="http://www.residenzpflicht.info/wp-content/uploads/2010/07/abfruehstuecken.jpg" align="right" alt="" /></p>

	<h3>Landesregierung bringt Verordnung auf den Weg, die die Residenzpflicht lockern soll</h3>

	<p><em>von Marina Mai, Neues Deutschland, 09.07.2010</em></p>

	<p>Asylbewerber können sich in Kürze innerhalb des Landes Brandenburg frei bewegen. Die Landesregierung hat diese Woche dazu eine lange angekündigte Verordnung von Innenminister Rainer Speer (<span class="caps">SPD</span>) auf den Weg gebracht.</p>

	<p><a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/174948.reisefreiheit-fuer-asylbewerber.html">weiterlesen</a></p>

	<p><a href="http://www.bravors.brandenburg.de/media_fast/15/GVBl_II_49_2010.pdf"><span class="caps">GVB</span>l II Nr. 49 vom 28.07.2010</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kabinett schafft Reisefreiheit für Asylbewerber in Brandenburg</title>
		<link>http://www.residenzpflicht.info/news/kabinett-schafft-reisefreiheit-fur-asylbewerber/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 00:42:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[ad-hoc-news, 06.07.10: Die Landesregierung Brandenburg beschließt Reisefreiheit für Asylsuchende im ganzen Bundesland.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><img src="http://www.residenzpflicht.info/wp-content/uploads/2010/07/brandenburg_invisibleborders.jpg" align="right" alt="" /></p>

	<p><em>ad-hoc-news, 06.07.10</em></p>

	<p><strong>Asylbewerber mit einer Aufenthaltsgenehmigung können sich künftig innerhalb von Brandenburg ohne Erlaubnis der Ausländerbehörden frei bewegen. Eine entsprechende Verordnung von Innenminister Rainer Speer (<span class="caps">SPD</span>) hat am Dienstag das rot-rote Kabinett verabschiedet. Die Verordnung soll schon in Kürze in Kraft treten.</strong></p>

	<p><a href="http://www.ad-hoc-news.de/kabinett-schafft-reisefreiheit-fuer-asylbewerber-in--/de/News/21456588">weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Linke Schleswig-Holstein: Keine Gebühren für Verlassenserlaubnisse!</title>
		<link>http://www.residenzpflicht.info/news/gebuehren-sh/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 20:50:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.residenzpflicht.info/?p=1593</guid>
		<description><![CDATA[Pressemitteilung der Linksfraktion des Landtags Schleswig-Holstein zur Abschaffung der Gebühren für Verlassenserlaubnisse]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><img src="http://www.residenzpflicht.info/wp-content/uploads/2010/07/keinefreiheitaufantrag.jpg" align="right" alt="" /></p>

	<h3>Pressemitteilung der Landtagsfraktion Schleswig-Holstein der Linken vom 17. Juni 2010</h3>

	<h3>Kiel. <span class="caps">DIE</span> <span class="caps">LINKE</span> Landtagsfraktion Schleswig-Holstein fordert die Gebührenfreiheit von Verlassensgenehmigungen für Flüchtlinge und kündigt eine entsprechende parlamentarische Initiative an.</h3>

	<p>Hintergrund ist die Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der <span class="caps">LINKEN</span>, aus der hervorgeht, dass mindestens die Stadt Flensburg eine Gebühr in Höhe von 10 Euro erhoben wird, wenn Flüchtlinge aus rein persönlichen Gründen den Kreis verlassen wollen. Die Flüchtlinge sind verpflichtet, vor der Reise eine solche Genehmigung einzuholen.</p>

	<p><span id="more-1593"></span></p>

	<p>„Asylbewerbern wird eine Gebühr für Familienbesuche abgeknüpft. Das ist nun wirklich der Gipfel der Geschmacklosigkeit. Alle Flüchtlinge haben einen triftigen Grund, ihre Heimatländer zu verlassen. Sie sind oft stark traumatisiert und suchen Schutz und Geborgenheit. Wenn sie hier Familien und Freunde haben, sind sie für die Flüchtlinge ein notwendiger Halt in einer persönlichen Krisensituation. Ihnen diese sozialen Beziehungen zu erschweren ist eine völlig unnötige zusätzliche Strafe“, erklärt Antje Jansen, integrationspolitische Sprecherin der <span class="caps">LINKEN</span>. „Wir sprechen hier über Menschen, die nach dem Asylbewerberleistungsgesetz noch viel weniger Geld haben als zum Beispiel Harz IV-Empfänger. Mittelfristig muss die Residenzpflicht in Schleswig-Holstein ganz abgeschafft werden. Aber in einem ersten Schritt muss diese Gebühr fallen.“</p>

	<p><a href="http://www.linksfraktion-sh.de/nc/presse/detail/browse/1/zurueck/bjoern-thoroe/artikel/fluechtlinge-muessen-10-euro-zahlen-um-familie-im-nachbarkreis-zu-besuchen-gebuehr-muss-abgesch/">Quelle</a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Protest vor SPD-Parteitag</title>
		<link>http://www.residenzpflicht.info/aktionen/protest-vor-spd-parteitag/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 20:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionen in Berlin und Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.residenzpflicht.info/?p=1583</guid>
		<description><![CDATA[Kundgebung am 26.06.2010 vor Berliner SPD-Parteitag, Redebeitrag des Brandenburger Flüchtlingsrats.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><img src="http://www.residenzpflicht.info/wp-content/uploads/2010/06/SPD-Parteitag.jpg" align="right" alt="" /></p>

	<p>Rund 50 Aktivist/innen waren am 26. Juni vor der Kongresshalle am Alexanderplatz in Berlin zusammengekommen, um vor dem dort stattfindenden Parteitag der Berliner <span class="caps">SPD</span> für die Abschaffung der Residenzpflicht zu demonstrieren. Auf der von der Berliner »Initiative zur Abschaffung des Chipkartensystems« organisierten Kundgebung hielten Vertreter/innen mehrerer Flüchtlingsselbsthilfe-Organisationen und antirassistischer Gruppen Redebeiträge, so die Brandenburger Flüchtlingsinitiative und der Brandenburger Flüchtlingsrat.</p>

	<p><strong>Hier der Redebeitrag des Brandenburger Flüchtlingsrats:</strong></p>

	<p><span id="more-1583"></span></p>

	<p>Wir demonstrieren hier gegen die sogenannte Residenzpflicht für Flüchtlinge. Die Residenzpflicht ist eine der schwersten Verletzungen eines Grundrechts in diesem Land. Residenzpflicht oder, wie es im Juristendeutsch heißt, die räumliche Beschränkung des Aufenthalts, das bedeutet, dass sich Flüchtlinge nur in dem Landkreis aufhalten dürfen, dem sie zugewiesen wurden. Wollen sie Freunde oder Verwandte in einem anderen Landkreis besuchen, müssen sie zur Ausländerbehörde und einen Antrag stellen. Oft genug werden diese Anträge abgelehnt, oft genug sind sie der Willkür von Sachbearbeitern ausgeliefert. Fahren sie trotzdem, werden sie kriminalisiert, bis hin zu Gefängnisstrafen.</p>

	<p>Schon seit vielen Jahren wurde festgestellt, was die Residenzpflicht bedeutet: eine fundamentale Verletzung des Menschenrechts auf Bewegungsfreiheit. Gegen dieses permanente Unrecht ist in der letzten Zeit der Widerstand gewachsen. Berlin und Brandenburg haben Lockerungen der Residenzpflicht angekündigt. Ab dem 20. Juli sollen sich Flüchtlinge in ganz Brandenburg bewegen dürfen. Die Erlaubnis nach Berlin zu fahren soll, wenn auch weiterhin auf Antrag, für sechs Monate ausgestellt werden, ohne Angabe eines besonderen Reisezwecks.</p>

	<p>Wir sehen darin einen Schritt in die richtige Richtung, aber es ist nur ein erster Schritt, bestenfalls ein Zwischenschritt. Außerdem wollen die beiden Bundesländer im Bundesrat einen Gesetzesvorschlag einbringen, wonach Fahrten zwischen Brandenburg und Berlin auch ohne Antrag möglich sein sollen. Auch das begrüßen wir, vor allem weil es eine Signalwirkung auf andere Bundesländer hat. Andere Bundesländer wie Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein werden dann in der Lage sein, ähnliche Regelungen wir hier einzuführen. Im Rest des Bundesgebiets wird sich dadurch aber nichts ändern.</p>

	<p>Es freut uns sehr, dass endlich Bewegung in das starre Gebäude des deutschen Asylrechts gekommen ist. Das ist nicht zuletzt ein Erfolg der Bewegung gegen die Residenzpflicht, das ist ein Erfolg der Kämpfe seit über zehn Jahren. Damals, im Jahr 2000, hatten selbstorganisierte Flüchtlingsgruppen wie die Brandenburger Flüchtlingsinitiative und The Voice eine Kampagne des Zivilen Ungehorsams gestartet. Sie erkannten das Unrechtsgesetz einfach nicht mehr an, sie stellten keine Anträge auf Urlaubsscheine mehr, sie nahmen sich einfach, was ihnen ohnehin zusteht. Manche können sich noch gut an die Aktionstage im Mai 2001 erinnern, hier in Berlin auf dem Schlossplatz, und an die machtvolle Demonstration mit 4000 Leuten, überwiegend Flüchtlingen selbst. Niemand hatte vorher um einen Urlaubsschein gebeten, den sie sowieso nicht bekommen hätten.</p>

	<p>Seit über zehn Jahren wird gegen die Residenzpflicht gekämpft. Doch damals blieb die rotgrüne Regierung unbeweglich. Schily ließ die Residenzpflicht sogar in eine europäische Flüchtlingsrichtlinie schreiben, um die deutsche Praxis absegnen zu lassen. </p>

	<p>Umso mehr hat es uns überrascht, positiv überrascht, als sich die Brandenburger <span class="caps">SPD</span> letztes Jahr die Abschaffung der Residenzpflicht auf die Fahnen schrieb. Aber wie weit wird die <span class="caps">SPD</span> gehen? Wird sie bei ein paar kosmetischen Reförmchen stehen bleiben? Oder wird sie die Chance, die sich jetzt bietet, nutzen und endlich die gesamte Residenzpflicht auf den Müllhaufen der Geschichte werfen?</p>

	<p>Denn jetzt, nach den Lockerungen in Berlin und Brandenburg, kommen wir in die entscheidende Phase der Kämpfe. Die Befürworter der Residenzpflicht, ja, es gibt sie noch. Etwa ein Herr Petke von der <span class="caps">CDU</span>. Selbst die Befürworter scheinen nicht mehr an ihre eigenen Argumente zu glauben. Gebetsmühlenartig leiern sie die alten Rechtfertigungen herunter, es gebe „arbeitsmarkpolitische, ordnungpolitische und sozialpolitische Gründe“ für die Residenzpflicht. Petke weiter: mit der Residenzpflicht werde die Erreichbarkeit von Flüchtlingen sichergestellt, verhindert werde außerdem ein Missbrauch von Sozialleistungen.</p>

	<p>All das sind vorgeschobene Argumente. Wenn wir uns diese Rechtfertigungen näher anschauen, dann bleibt davon nichts übrig. Sie treffen einfach nicht zu. Es sind schlechte Ausreden, um am Bestehenden festzuhalten.</p>

	<p>Politiker wie Herr Petke lassen sich nur ungern an die tatsächliche Zielsetzung der Residenzpflicht erinnern. Damals, als 1982 die Residenzpflicht in das Asylverfahrensgesetz geschrieben wurde, nahmen die Kollegen des Herrn Petke kein Blatt vor den Mund. Sie sprachen Klartext, um was es geht. Ich zitiere eine <span class="caps">CSU</span>-Abgeordneten aus einer Debatte um das Asylverfahrensgesetz 1981. Hermann Fellner, so hieß der gute Mann, sagte damals im Bundestag: <em>»Notwendig ist die Eindämmung der Asylantenflut. […] Wir müssen unser Land weniger attraktiv machen [&#8230;]. Es bleibt uns keine Wahl, auch wenn in diesem Zusammenhang von verschiedenen Seiten gemahnt wird, wir dürften Asylbewerber nicht als Abschreckungsobjekte für potentiell anklopfende Armutsflüchtlinge mißbrauchen.«</em></p>

	<p>Das ist unmissverständlich. Die Residenzpflicht und andere Regelungen wie die Lagerpflicht, das Arbeitsverbot, Gutscheine oder Essenspakete – das alles soll der Abschreckung von Flüchtlinge dienen, und zwar in zweierlei Hinsicht: die Flüchtlinge, die schon im Land sind, sollen unter so miserablen Bedingungen leben, dass sie aufgeben und ausreisen. Und diese barbarischen Lebensbedingungen sollen sich bis zu den Flüchtlingen in den Heimatländern herumsprechen, um sie von einer Flucht nach Deutschland abzuschrecken. Wie es der damalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg ausdrückte, anlässlich der Feier zu einjährigen Bestehens des ersten Sammellagers in Baden-Württemberg: <em>»[&#8230;] die Zahl der Asylbewerber ist erst gesunken, als „die Buschtrommeln signalisiert haben – geht nicht nach Baden-Württemberg, dort müsst ihr ins Lager“«</em></p>

	<p>Die Zielsetzung der Abschreckung wurde damals in Gesetze gegossen, es wurde ein Behördenapparat und ein Lagersystem errichtet, ein System der Abschreckung wurde aufgebaut, das bis heute Bestand hat. Auch damals war es wirklichkeitsfern zu glauben, Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, würden von Maßnahmen wie der Residenzpflicht tatsächlich abgeschreckt. Die Abschreckungspolitiker haben ihr Ziel nicht erreicht, was aber erreicht wurde, ist ein System, in dem einer Gruppe von Menschen systematisch und mit unerbittlicher Gründlichkeit Menschenrechte vorenthalten werden. Die mit der Residenz- und Lagerpflicht gezwungen werden, in der Isolation zu leben, in abgelegenen Dschungelheimen im Wald, ja nicht zu leben, sondern zur Untätigkeit verdammt vor sich hin zu vegetieren. Oder die zu Straftätern gemacht werden, wenn sie sich für das Leben entscheiden und den Lagern entfliehen.</p>

	<p>Was geschaffen wurde, ist ein System eines institutionellen Rassismus. Eine Kreis von Menschen wird zu Unerwünschten erklärt und ausgegrenzt. Das betrifft nicht nur die Flüchtlinge selbst. Das hat Auswirkungen auf die Gesellschaft als Ganzes. Der gesamten Gesellschaft wird eine stigmatisierte, kriminalisierte Bevölkerungsgruppe vorgeführt. Der institutionelle Rassismus produziert auch den ganz gewöhnlichen Rassismus.</p>

	<p>Wir sagen: das muss aufhören. Mit der Politik der Abschreckung, mit dem strukturellen Rassismus muss es einen Bruch geben. Es geht nicht um kosmetische Reförmchen an der Residenzpflicht, es geht um einen Bruch mit einer Politik, die damals die Menschenrechte von Flüchtlingen missachtete und dies heute noch tut. Bei einer so wichtigen Frage kann es keine faulen Kompromisse geben, hier kann es kein Taktieren geben, was gerade durchsetzbar ist. Auf der Tagesordnung steht die generelle Abschaffung der Residenzpflicht, nicht nur Lockerungen und Erweiterungen.</p>

	<p>Wir sind zuversichtlich, dass diese Abschaffung kommt. Die <span class="caps">SPD</span> kann hier ihren Beitrag leisten. Wir werden sie genau im Auge behalten!</p>]]></content:encoded>
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		<title>Bremen will Residenzpflicht kippen</title>
		<link>http://www.residenzpflicht.info/news/bremen-will-residenzpflicht-kippen/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 15:18:41 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.residenzpflicht.info/?p=1578</guid>
		<description><![CDATA[taz, 22.06.2010: Die Regierungskoalition von Bremen hat einen Gesetzesentwurf zur Abschaffung der Residenzpflicht eingebracht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><img src="http://www.residenzpflicht.info/wp-content/uploads/2010/06/border_wall.jpg" align="right" alt="" /></p>

	<p><em>von Christian Jakob, taz, 22.06.2010</em></p>

	<h3>Deutschland ist das einzige Land, das Flüchtlingen verbietet, sich frei zu bewegen. Bremen will das ändernn. Auch in Niedersachsen und Schleswig-Holstein gerät die Bestimmung unter Druck.</h3>

	<p>Jetzt haben <span class="caps">SPD</span> und Grüne, die gemeinsam in Bremen regieren, einen Gesetzentwurf in die Bürgerschaft eingebracht. Sie wollen damit die Praxis der Residenzpflicht abschaffen. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen gab es bereits ähnliche Vorstöße der oppositionellen Linkspartei.</p>

	<p><a href="http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/residenzpflicht-soll-kippen/">weiterlesen</a></p>]]></content:encoded>
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