Ausländerbehörde sabotiert Schutz vor drohendem Mordanschlag

1. April 2009 | Kategorien: Fälle | drucken

Ort, Herkunft und Quelle sind der Autorin bekannt

Ein gerade volljährig gewordener junger Asylbewerber, der – polizeilich festgestellt – blutrachegefährdet ist, soll dringend anonym untergebracht werden. Das Jugendamt sucht deshalb in einem anderen Bundesland nach einer entsprechenden Einrichtung, ist erfolgreich und fordert den jungen Mann auf, dorthin zu fahren, um Kontakt aufzunehmen. Ordnungsgemäß wird dafür eine Verlassenserlaubnis beantragt, die die Ausländerbehörde jedoch ablehnt. Zur Begründung heißt es, es sei davon auszugehen, dass ein anderes Bundesland die Kosten nicht übernehmen wird, deshalb brauche er erst gar nicht dorthin zu fahren.

Recherche: Beate Selders