Die verbotene Reise

15. April 2010 | Kategorien: Fälle, News, Presse | drucken

Maritta Omarowa ist eine Straftäterin, weil sie zweimal in der Woche nach Berlin fährt

Von Issio Ehrich, MAZ, 15.04.2010

HENNIGSDORF/BERLIN – Der Grenzübergang ist fast unsichtbar. Er liegt rund einen Kilometer südlich von Hennigsdorf. Dort windet sich die Ruppiner Chausse in einer scharfen Linkskurve durch ein schattiges Waldstück. Die ersten Berufspendler überqueren den Grenzübergang, ohne ihn wirklich zu bemerken. Es ist nur ein rechteckiges gelbes Schild, das ihn markiert: Berlin steht in dicken schwarzen Buchstaben darauf. Für viele hat die Grenze zwischen dem Landkreis Oberhavel und der Hauptstadt keine Bedeutung – sie ist nur eine Verwaltungsgrenze. Für Menschen wie Maritta Omarowa* ist sie die Grenze zur Illegalität.

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