Ein Tag von drei Flüchtlingen in Bayern

3. Februar 2013 | Kategorien: News, Repression | drucken

Mohammad Kalali im Sommer 2012
Diskriminierende Kontrollen von Flüchtlingsaktivisten

Auf dem Weg von Bayern nach Berlin (Oranienplatz), am 2. Februar 2013, wurden die Teilnehmer des Protestmarsches Mohammad Kalali, Omid Moradian und Houmer Hedayadzadeh gemeinsam mit einer Unterstützerin zwei Mal kontrolliert und festgehalten: Ein Mal im Zug nach Wiesau, woraufhin sie zur Polizeistation in Weiden gebracht und stundenlang dort festgehalten und diskriminiert wurden, während einer von ihnen unter Druck ein ihm unbekanntes Dokument unterschreiben musste. Ein zweites Mal in Hof, woraufhin zwei von ihnen erneut in der dortigen Polizeistation festgehalten, auf respektlose Weise durchsucht wurden sowie Fotos machen lassen und Fingerabdrücke abgeben mussten. Hier nahmen die Beamten Mohammad den Ausweis weg, weil er gegen die Residenzpflicht verstoßen habe, und überreichten ihm eine Kopie mit dem Verweis, er könne sich das Original in der Ausländerbehörde seines Lagers abholen. Die vier waren gezwungen, ihre Reise abzubrechen.

Augenzeugenbericht