Hungerstreiker nähen sich den Mund zu

12. Juni 2012 | Kategorien: News | drucken

Seit dem 19. März protestieren iranische Asylsuchende in Würzburg gegen unmenschliche Lebensbedingungen und für die Anerkennung als politische Flüchtlinge mit einem Hungerstreik. Mittlerweile haben sich sechs aus Protest die Lippen zugenäht; fortan werden sie nur noch Wasser zu sich nehmen, wie sie ankündigten.

Zwei der Protestierenden, Mehdi Sajadi aus Augsburg und Mandana Hemat Esfeh aus Bayreuth, verstoßen bewusst gegen die Residenzpflicht, »die die individuelle und soziale Freiheit wie bei Haustieren, die an der Leine geführt werden, negiert«, wie sie schreiben. Ihre Fahrt nach Würzburg und ihre Teilnahme am Hungerstreik ließen sie sich nicht von den Behörden genehmigen. In Bayern ist Asylsuchenden der Aufenthalt nur in einem Regierungsbezirk und den daran angrenzenden Landkreisen gestattet.