Ausstellung »Residenzpflicht – invisible borders« wiedereröffnet

16. Juni 2010 | Kategorien: News | drucken

Im Januar wurde die Ausstellung „Residenzpflicht Invisible Borders“ durch einen von Neonazis verübten Brandanschlag auf das Haus der Demokratie in Zossen zerstört. Am 21. Juni (und nicht wie von dpa irrtümlich gemeldet am 20. Juni) laden wir zur Neueröffnung der Ausstellung ein.

Montag, 21. Juni
19.00 Uhr
Haus der Demokratie
Greifswalder Str. 4, Berlin

Die Ausstellung ›Residenzpflicht — Invisible Borders‹ dokumentiert anhand von Modellen, Plänen, Texten, Fotografien und einem Film die Einsperrung und Ausgrenzung von Flüchtlingen in Deutschland. Sie zeigt auf, dass viele Flüchtlinge in Deutschland keinen Anspruch auf die Wahrung ihrer Menschenrechte wie z. B. das Recht auf Bewegungsfreiheit und das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit haben. Grundlegende Rechte unserer demokratischen Gesellschaft haben somit für Asylsuchende nur eingeschränkte Gültigkeit.

In der Ausstellung wird die Situation von Flüchtlingen dargestellt und es werden Möglichkeiten aufgezeigt, diesen ausgrenzenden Strukturen etwas entgegenzusetzen und sie dadurch zu verändern. Wir sehen die Ausstellung als Möglichkeit, Solidarität zu zeigen und u.a. über ein diskriminierendes und weltweit einzigartiges Gesetz, die Residenzpflicht, sowie dessen Auswirkungen zu informieren.

Des Weiteren betrachten wir den Wiederaufbau der Ausstellung als notwendig, um den Neonazis, die durch den Brandanschlag auf das Haus der Demokratie in Zossen außerhalb demokratischer Handlungsmöglichkeiten agieren nicht die Genugtuung zu geben, sie hätten uns „mundtot“ gemacht. Denjenigen, die Asylsuchende fremdenfeindlich als „Sozialschmarotzer“ bezeichnen und auch vor körperlichen Angriffen nicht zurückschrecken, stellen wir unseren kreativen und informativen Protest entgegen

Somit freuen wir uns Euch zur Ausstellungseröffnung am 21.06.2010 um 19.00 Uhr im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin, Greifswalder Straße 4, begrüßen zu können.

Programm der Ausstellungseröffnung:

Beginn um 19.00 Uhr mit Sektempfang

Begrüßung durch den Projektkoordinator Philipp Kuebart

Ansprache von Chu Eben (Refugess Emancipation)

Ansprache von Kay Wendel (Flüchtlingsrat Brandenburg).

Die Ausstellung ist bis zum 2. Juli jeweils zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr zu besichtigen.
(27.06.10 sowie 30.06.10 geschlossen)

Weitere Informationen u.a. zum weiteren Ausstellungsprogramm:

www.invisibleborders.de
www.hausderdemokratie.de

Vielen Dank an alle, die es durch ihre finanzielle und praktische Unterstützung möglich gemacht haben, dass wir das Ausstellungskonzept erweitern und ein zweites Mal realisieren konnten.
Bis Mitte 2011 wird die Ausstellung bundesweit an verschiedenen Orten gezeigt werden.