Asylbewerber kämpfen um mehr Bewegungsfreiheit

18. Mai 2010 | Kategorien: Presse | drucken

von Katharina Schäder, Die Welt, 18.05.2010

Asylbewerber in Deutschland dürfen sich seit 1982 nur innerhalb des Landkreises frei bewegen, in dem sie bei der Ausländerbehörde gemeldet sind. Eine viel beachtete Petition setzt sich für die Abschaffung ein und findet die Unterstützung der FDP. Auch die Innenminister könnte das Thema bald beschäftigen.

Für den Lindauer Baustatiker Uli Epple war der Fall seines Freundes der Anstoß, aktiv zu werden. In einer ePetition, also einer im Internet veröffentlichten Eingabe an den Bundestag, drängte er darauf, die Residenzpflicht aufzuheben. „Der Besuch von Freunden, Verwandten und des Nachbarortes sollte möglich sein, ohne einen “Urlaubsschein” bei der Ausländerbehörde beantragen zu müssen, der von den Behörden oft abgelehnt wird“, schrieb er in der Begründung.

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