Verurteilungen

Was tun bei Verurteilungen?

Beispiel Strafbefehl

Gegen einen Strafbefehl kann man zwei Wochen lang nach Zustellung (Poststempel) Einspruch erheben. Dann wird es eine Gerichtsverhandlung geben, zu der man sich einen Anwalt/eine Anwältin nehmen sollte. Wenn man den Einspruch eingelegt hat, sollte man sich sofort beraten lassen, um zu sehen, ob die Sache Aussicht auf Erfolg hat. Nur dann kann man einen Antrag auf Prozesskostenhilfe stellen.

Man kann den Einspruch allein auf die Höhe der Tagessätze beschränken. Dann kann das Gericht gem. § 411 Abs. 1 S. 3 StPO mit Zustimmung des/der Angeklagten, der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft durch Beschluss (also ohne Gerichtsverhandlung) entscheiden. Man kann also die Höhe der Strafe angreifen, muss aber nicht als Angeklagter vor Gericht erscheinen.

Auch gegen einen Bußgeldbescheid kann man Einspruch erheben.

Muster für einen Einspruch

[Name und Adresse]

An das
Amtsgericht
[Adresse]

[Datum hier einfügen]

Einspruch gegen Strafbefehl

Hiermit lege ich gegen den Strafbefehl vom [Datum], [Aktenzeichen] Einspruch ein.

[Datum] [handschriftliche Unterschrift]

Hier findet man ein ausführliches Papier der Rechtsanwältin Gilda Schönberg, in dem sie beschreibt, wann ein Einspruch erfolgversprechend ist. Trifft einer der beschriebenen Fälle zu, sollte man sich einen Anwalt/eine Anwältin nehmen, weil es gute Chancen gibt, einen Prozess zu gewinnen.

weiter mit ‘Urteile über Residenzpflicht’

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